Das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e.V. (DIE) ist die zentrale Einrichtung für Wissenschaft und Praxis der Erwachsenen- und Weiterbildung in Deutschland. Das Institut verbindet Wissenschaft, Politik und Praxis, unterstützt sie durch die Bereitstellung von Daten und Informationen und führt eigene Forschungs- und Entwicklungsarbeiten durch.

Für die Mitarbeit in der Abteilung „Programme und Beteiligung“ sucht das DIE zum 1. April 2018

eine/n wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in

(0,75 Stelle TV-L Entgeltgruppe 13).

 Es sind projektbezogene Aufgaben im von der Hans Böckler Stiftung geförderten Verbundprojekt „Berufliche Weiterbildung in Volkshochschulen. Zugänge zum Lebenslangen Lernen (Teilprojekt am DIE)" wahrzunehmen. Kooperationspartner des Projekts ist die Humboldt Universität zu Berlin (HUB).

Erwachsenenbildung/Weiterbildung gestaltet im Prozess des lebenslangen Lernens diversifizierte Zugänge für heterogene Zielgruppen. Vor diesem Hintergrund stößt das Projekt für den Bereich der beruflichen öffentlichen Weiterbildung die anstehende Bestandsaufnahme und Analyse des Wandels der Programmgestaltung an. In einem triangulativen Design werden mit Blick auf die Spezifik der Institution Volkshochschule (VHS) im Rahmen von Fallstudien folgende Aspekte erforscht: Struktur des Programmsegments Berufliche Weiterbildung an VHS; Besonderheiten in den Regionen; Berufliche Weiterbildung an VHS aus Sicht von Adressat/inn/en und Teilnehmenden. Dem Teilprojekt am DIE obliegen folgende Aufgaben: Projektkoordination und wissenschaftliche Bearbeitung: Entwicklung der Untersuchungsinstrumente (zusammen mit HUB); eigenverantwortliche Durchführung von zwei der vier geplanten Fallstudien; Auswertung und Theorieentwicklung (zusammen mit HUB). Die Fallstudien umfassen jeweils Programmanalysen an zwei Messzeitpunkten sowie ein vergleichendes Hinzuziehen der Volkshochschul-Statistik, Expert/inn/eninterviews, Gruppendiskussionen und Teilnehmendenbefragungen. Zu den zentralen Auswertungsstrategien gehören Fallvergleiche, Typenbildungen und eine Hypothesengenerierung zu der Frage, wie die Struktur des Programmsegments berufliche Weiterbildung an VHS insgesamt ausgerichtet und inhaltlich verortet sowie auf Nachfrage bezogen ist.

Die Stelle kann auch mit einer wissenschaftlichen Weiterqualifizierung verbunden werden. Dazu besteht über die Expertise im Projekt hinaus eine breite Einbindung in die „Strukturierte Doktorand/innenausbildung“ am DIE mit entsprechenden Unterstützungsmaßnahmen. Für Vertiefungswünsche im Bereich der Programmforschung findet sich interessantes Diskursumfeld im DIE und bei seinen Kooperationspartner/innen. DIE verfügt mit seinem VHS-Programmarchiv (http://www.die-bonn.de/weiterbildung/archive/programmplanarchive/default.aspx) und der Abteilung „Programme und Beteiligung“ über eine geeignete Forschungsumgebung für dieses Vorhaben. Das Programmarchiv ermöglicht Analysen für einen Zeitraum von über 60 Jahren. Die Daten sind analog und digital zugänglich.

Die Bewerberin/der Bewerber verfügt über ein abgeschlossenes Hochschulstudium in den Erziehungswissenschaften, möglichst im Fachgebiet Erwachsenenbildung/Weiterbildung mit sehr gutem Abschluss. Erwartet werden vertiefte Kenntnisse zur beruflichen Erwachsenenbildung/Weiterbildung sowie zu zwei der folgenden drei Gebiete: Programme/Programmplanungshandeln oder Organisationen oder Teilnehmende im Bereich der Erwachsenenbildung/Weiterbildung. Zudem werden Methodenkompetenzen in der qualitativen Sozialforschung sowie speziell in der Erwachsenen- und Weiterbildungsforschung und Kenntnisse in Analyseverfahren (MAXQDA) erwartet.

Die Stelle ist bis zum 31.03.2020 befristet.

Bewerbungen sind in elektronischer Form bis zum 18.12.2017 zu richten an: Deutsches Institut für Erwachsenenbildung e.V. (DIE) - Personalabteilung - Heinemannstr. 12-14, 53175 Bonn (personalabteilung@die-bonn.de).

Für weitere Informationen steht Ihnen Dr. Marion Fleige unter der Rufnummer 0228 3294-119 zur Verfügung.

Letzte Änderung: 11/23/2017