Bonn. Gibt es d i e Qualitätssicherung in d e r Erwachsenenbildung? Aufgrund der Kulturhoheit der Länder variiert die für die Weiterbildung geltende Gesetzesgrundlage und damit auch die Form der Qualitätssicherung in der Erwachsenenbildung. Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede die bestehenden, für die Weiterbildung relevanten Qualitätssicherungsmodelle haben, stellt Stefanie Hartz, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung (DIE), auf der Bildungsmesse in Nürnberg am 1. April 2003 vor.

Der Vortrag konzentriert sich auf die aus dem wirtschaftlichen Sektor stammende, auf organisationale Prozesse gerichtete ISO-Normenreihe, die Selbstbewertung nach EFQM sowie das Lernerorientierte Qualitätsmodell. Erstere wurden für den Bereich der Weiterbildung in modifizierter Form nutzbar gemacht und bilden mit Begriffen wie Kundenorientierung, Prozessverbesserung, Selbst- und Fremdevaluation einen wesentlichen thematischen Fundus, durch den die heterogenen, zum Teil auf Abgrenzung zielenden qualitätssichernden Maßnahmen von Einrichtungen, Trägern, Land und Bund im Kontext der Weiterbildung im weitesten Sinne angeregt worden sind. Letzteres wurde vom ArtSet Institut Hannover entwickelt und basiert auf einem Projekt der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Bildungsministerium des Landes Niedersachsen in Auftrag gegeben wurde. Das Lernerorientierte Qualitätsmodell ist explizit für die Branche kreiert worden und wurde inzwischen auf der Basis der Ergebnisse eines Modellvergleichs von ArtSet und DIE weiterentwickelt. Mehr zur "Qualität in der Weiterbildung - Ein Aufriss der Debatte um Qualitätsmanagement" am 1. April 2003 im Messezentrum Nürnberg, 14.30-15.30 Uhr im Raum Basel, CCN Mitte, Ebene 1.

Letzte Änderung: 07/14/2004