Es lassen sich wissenschaftliche, technologische und mediale Entwicklungen erkennen, die den Menschen aus seiner leiblich gebundenen Geschlechtlichkeit herauslösen und ihm damit eine grundlegende Orientierung in der Lebensbewältigung entziehen. Die Biographieforschung, mit der Sozialisationswege und alltagsweltliche Erfahrungen der Individuen offen gelegt werden, läßt neben den faktischen Gegebenheiten auch emotionale Ausprägungen in Erscheinung treten. Emotionen geben darüber Auskunft, wie der Körper/Leib in der Biographie von Frauen und Männern geformt wurde. Emotionen zeigen die Qualität der Involviertheit in eine Sachlage oder Beziehung auf. Emotionen - Typen von Emotionen und der Kontext des In-Erscheinung-Tretens dieser - halten Deutungsmuster für Reflexions- und Lernprozesse bereit. Ziel ist eine Offenheit, die die egalitäre Begegnung der Geschlechter fördert. Zur Stärkung der körperlichen und sozialen Integrität ist eine (neue) Wissensbasis sowohl in der berufsbezogenen Allgemeinbildung als auch in der noch immer expandierenden Gesundheitsbildung notwendig.

max. number of participants/ max. Teilnehmende: 20
Date/Termin: Donnerstag, 27. Juni 2002, 11 Uhr bis Freitag, 28. Juni 2002, 16 Uhr
Venue/Ort: Gustav-Stresemann-Institut, Bonn
Fee/Kosten: Seminarentgelt Euro 60,00 Übernachtung und Verpflegung Euro 73,00
Contact/Kontakt:Rödelbronn, Anette