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Vorsätze
3
Magazin
6 Berichte,
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Thema
24
(An-)Fragen an Paul Bélanger und seine Qualifizierung des Lernens als "intimate"
Bélanger, Paul
26
Abstract:
Deutsch
English
Lernen am Arbeitsplatz - ein "intimes" Geschehen
Grünhage-Monetti, Matilde
Am Beispiel zweier Arbeitnehmerinnen mit Migrationshintergrund zeigt die Autorin, wie sehr Lernmotivation und Lernentscheidungen Erwachsener von persönlichen, zutiefst inneren Beweggründen bestimmt sind, auch wenn Lernzumutungen extern erfolgen, wie im Betrieb oft üblich. Das Lernverständnis des Dänen Illeris ist dabei die theoretische Folie, auf der die Autorin die Fallbeispiele auf »intimacy of lifelong learning« hin auslegt. Die Beispiele entstammen dem DIE-Projekt »Deutsch am Arbeitsplatz«.
Learning at the workplace – an ”intimate” event
The author takes the example of two female employees with a background of migration to show how strongly adults’ motivation to learn and their learning decisions are influenced by personal, deeply private motivations, even when they are pushed into learning by an external influence, as is often the case in companies. The theoretical basis on which the author interprets the case examples in the light of the ”intimacy of lifelong learning” is the understanding of learning set out by Danish professor Knud Illeris. The examples are from the DIE project "German at the workplace".
30
Abstract:
Deutsch
English
Die innere Seite des Lernens einholen
Methodologische Überlegungen zur Erforschung lebenslangen Lernens
Nolda, Sigrid
Der Beitrag formuliert forschungsmethodische Anforderungen für qualitative Forschung, die die innere Seite des Lernens erfassen will. Ziel ist es, die Relevanz qualitativer Einzelfallstudien für bildungspolitische und gesellschaftsanalytische Fragen zu erhöhen. Hierzu werden folgende Vorschläge gemacht: (1) Genaue Lektüre und Reflexivität: Der genaue Blick auf die Ursprungstexte im Sinne eines close reading erhelle Brüche zwischen dem offiziellen und dem inoffiziellen Diskurs des lebenslangen Lernens und bringe die relevanten persönlichen Elemente zum Vorschein, die Lernen maßgeblich bestimmen. (2) Längsschnitt- und kulturvergleichende Analysen: Einzelfalldaten müssen stärker in historischen oder interkulturellen Zusammenhängen erforscht werden, was auch einen veränderten Umgang mit Daten erfordere (Öffnung für Auswertungen Dritter). (3) Kontrollierte Generalisierung: Aus Einzelfallinterpretationen gewonnene Generalisierungen sollten in ihrer Reichweite jeweils möglichst genau bestimmt und vor allem begründet, nicht einfach behauptet werden.
Exploring the inner aspect of learning. Methodological considerations for investigating life-long learning
This article sets out research methods required for qualitative research aimed at understanding the inner aspect of learning. The aim is to make qualitative single case studies more relevant with regard to issues of education policy and social analysis. For this purpose, the following measures are proposed. (1) Close reading and reflexivity: Precisely studying the source texts sheds light upon divisions between official and unofficial discourse on life-long learning, revealing the relevant personal elements which have a crucial effect on learning. (2) Longitudinal and cross-cultural analyses: single case data need to be investigated more in historical or intercultural contexts, requiring a different way of dealing with data (opening it up for third-party assessment). (3) Controlled generalisation: generalisations, which are drawn from single case interpretations, should have an exactly defined scope and are primarily to be justified, not simply maintained.
34
Abstract:
Deutsch
English
Auf sich selbst verwiesen
Reflexive Modernisierung und neue Lernanforderungen
Felden, Heide von
Der Beitrag lotet den Zusammenhang von Risikogesellschaft, reflexiver Moderne und individuellem Lernen aus. Mit Beck, Giddens und Lash werden zunächst gesellschaftliche Bedingungen ausgeleuchtet, die dem Menschen abverlangen, (mit Mitscherlich und Marotzki) Unbestimmtheiten auszuhalten und kritische Ich-Stärke zu gewinnen. Schließlich lenkt die Autorin den Blick auf die Realität zeitgenössischer Umgangsweisen mit Anforderungen. Hierzu greift sie auf Erkenntnisse aus narrativen Interviews zurück. Schließlich prüft sie unterstützende Möglichkeiten der Erwachsenenbildung/Weiterbildung.
Referred back to oneself. Reflexive modernisation and new learning requirements
This article probes the relationship between our risk society, reflexive modernity and individual learning. First, social conditions are illuminated (with reference to Beck, Giddens and Lash) which force people to endure uncertainty (Mitscherlich and Marotzki) and gain critical ego strength. Next the author focuses attention on the reality of contemporary ways of dealing with demands, turning to findings from narrative interviews. Finally, she looks into the supportive potential of adult education / further education.
Forum
39
Abstract:
Deutsch
English
Fortbildungsbereit oder -resistent?
Kursleitende zwischen Anpassungsdruck und Verweigerung
Harmeier, Michaela
Der Beitrag präsentiert Ergebnisse einer qualitativen Dissertation. Die Autorin erforschte die Akzeptanz erwachsenenpädagogischer Fortbildungen bei neben- und freiberuflich Lehrenden am Beispiel der erwachsenenpädagogischen Grundqualifikation des VHS-Landesverbandes NRW. Das eigene berufliche Selbstverständnis, das mit einem hohen Maße an Selbstreflexivität einhergeht, ist für die Frage nach der Aneignung von erwachsenenpädagogischer Lehrkompetenz weit wichtiger als z.B. die fachliche Qualifikation, der berufliche Status oder die fachkulturelle Prägung der Kursleitenden.
Receptive or hostile to continuing education? Course tutors caught between the pressure to conform and resistance
This article presents the results of a qualitative dissertation. The author has investigated the acceptance of adult education teacher training courses among part-time and freelance teachers based on the example of the initial adult education teacher training qualification offered by the North Rhine Westphalia VHS (adult education centre) regional association. For the issue of acquiring teaching skills in adult education, the course tutor's own professional self-image, which comes with a great deal of self-reflection, is far more important than, for example, his or her teaching qualification, professional status or cultural professional character.
42
Abstract:
Deutsch
English
Organisations-pädagogische Fragen an Diversity Management
Heidsiek, Charlotte
Diversity Management gehört derzeit zu den populären Managementansätzen. Es verspricht, Vielfalt in Organisationen zu ermöglichen und damit den Menschen an sich wertzuschätzen. Unterschiedliche Sichtweisen, Ideen, Fähigkeiten und Potenziale sollen Anerkennung finden; kulturelle Vielfalt nicht vereinheitlicht, sondern verstärkt werden. Für die Erwachsenenbildung klingt dieses Konzept vielversprechend. Schließlich umfasst Bildungsmanagement den Anspruch, Persönlichkeitsentwicklung und Selbstentfaltung auch im wirtschaftlichen Kontext zu fördern. Ein kritischer Blick zeigt allerdings: Vielfalt ist gewünscht, aber nur solange sie »systematisch genutzt« werden kann. Diversity Management reizt sein Bildungspotenzial nicht hinreichend aus, wie eine organisationspädagogische Diskussion des Konzepts zeigt.
Diversity management questioned from the point of view of organisational educational science
Diversity management is a popular management approach. It promises to allow diversity in organisations and thus to appreciate people for what they are. It undertakes to recognise different points of view, ideas, abilities and potentials; not to standardise cultural variety but to reinforce it. For adult education, this concept seems highly promising. After all, one claim of educational management is to promote personality development and personal progress in a business context. However, critical scrutiny shows that variety is only welcomed as long as it is ”used systematically”. A discussion of the concept from the point of view of organisational educational science shows that diversity management does not sufficiently exhaust its educational potential.
45
Abstract:
Deutsch
English
Konjunkturen des Sprachenerwerbs Erwachsener am Beispiel des Volkshochschulangebots
Weiß, Christina
Das Lernen von Fremdsprachen hat einen hohen Stellenwert im Bereich des organisierten Lernens Erwachsener. Am Beispiel der Volkshochschul-Statistik zeigt die Autorin, dass Fremdsprachen ein unverzichtbarer Bestandteil des Angebotsspektrums der Volkshochschulen sind, kaum ein anderer Bereich erlebt eine so beständig große Nachfrage, die auch in Abhängigkeit vom Erwerbsstatus zu sehen ist. Sprachen sind inzwischen mit 30 Prozent aller Kurse, mehr als 40 Prozent aller Unterrichtsstunden und fast 30 Prozent aller Belegungen einer der wichtigsten Bereiche der Volkshochschulen. Unter den Fremdsprachen ist Englisch immer noch die dominante Sprache, in weitem Abstand gefolgt von Spanisch, Französisch und Italienisch. Die zunehmende Bedeutung der »kleinen« Sprachen zeigt sich z.B. für Chinesisch und Japanisch auf der Angebots- wie auf der Nachfrageseite. Insgesamt kann aber festgestellt werden, dass »kleine« Sprachen gegenüber den klassischen Schulsprachen immer noch selten gelernt werden.
Foreign languages à la mode. Trends in adult language acquisition based on the example of the VHS programme
Learning foreign languages is a high-status activity in organised adult learning. Based on VHS (adult education centre) statistics, the author shows that foreign languages are an indispensable element of the VHS programme range; hardly any other area is in such constantly high demand, a demand which can also be seen in relation to income status. Now making up 30 percent of all courses, more than 40 percent of all lessons and almost 30 percent of all posts, languages have become one of the most important subjects at VHS centres. Among foreign languages, English remains by far the most dominant language, followed by Spanish, French and Italian. The increasing importance of ”minor” languages is making itself felt, for example for Chinese and Japanese, in terms both of supply and demand. Altogether, however, it can be said that ”minor” languages are still learned less often compared with the standard school languages.
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